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Zusammenfassung Kurs Suchmaschinenoptimierung

13. Dezember 2007

Einleitung Suchmaschinenoptimierung

Was soll durch Suchmaschinenoptimierung erreicht werden?

Verbesserung der Position in den SERPs (Suchmaschinenergebnisseiten) mit so vielen Wunsch-Suchbegriffen wie nur irgendwie möglich, dabei soll nicht vergessen werden, dass der Surfer selbst dazugelernt hat und heutzutage sehr viel mehr als früher Wortgruppen bzw. Kombinationen von Wörtern eingibt.

Wie kann ich meine eigene Position in Google leicht feststellen ohne unerlaubte Hilfsprogramme, welche automatisierte Abfragen an Google schicken zu benutzen?

In den Einstellungen von Google die Anzahl der Ergebnisse auf 100 einstellen, dann nach dem gewünschten Suchbegriff bzw. nach der gewünschten Wortkombination suchen, mit STR+F die Browserfunktion zum Durchsuchen der Seite aufrufen und dort nach der eigenen Webadresse suchen.

Welche Tools können mir helfen bei Suchmaschinenoptimierung helfen?

Die Google-Toolbar
Die Toolbar Seoquake
Siehe Tipps für die Suchmaschinenoptimierung – das Ziel: Googles Top 10 Abschnitt 2

Erklärung zu einigen Begriffen rund um Suchmaschinenoptimierung

Ich verweise hier auf Wikipedia um Definitionen zu den Begriffen zu finden. Für unseren Kurs wollen wir mal folgende Erklärungen gelten lassen:

Web 1.0: statische Websites der Internetanfänge, welche keine Möglichkeit der Interaktion für den Surfer bietet.
Web 2.0: das Mit-Mach-Web, welches es dem Besucher ermöglicht interaktiv mitzumachen indem er z.B. Kommentare schreibt, Bewertungen abgibt, Einträge aller Art erstellt usw.
Web 3.0: das Web 2.0 + das semantische Web, welches es Computern ermöglichen soll die Informationen zu interpretieren und weiterzuverarbeiten.
Linkpopularität: ein Maß für die Anzahl der Hyperlinks, welche auf meine Website verweisen (drückt also aus wie viel Backlinks meine Seite aufweist).
PageRank: ist eine Methode die Linkpopularität festzustellen. Achtung die PageRank-Anzeige in der Google Toolbar ist ein Wert der den PageRank meiner Website zu einem bestimmten Zeitpunkt wiedespiegelt. Dieser Wert wird von Google nur ab und zu z.B. zwei drei Mal im Jahr aktualisiert, obwohl der PageRank meiner Seite sich dauern Ende jeden Monats (??) ändert. Ich sehe also in der Google Toolbar nur den PageRank, welchen meine Website zum Zeitpunkt des letzten Google PageRank-Updates hatte!
Weblog (Blog): ein typischer Vertreter des Web 2.0. Ein Weblog (Internettagebuch) ermöglicht Kommunikation indem es Kommentare erlaubt und Vernetzung indem es Verlinkungen in Form von Trackback, Links aus Kommentaren, Blogroll usw. fördert.
Serps: Suchmaschinenergebnisseiten
Seo: Suchmaschinenoptimierer
Duplicate Content: Inhalte welche es im Web bereits gibt. Dies sollte man vermeiden da Google & Co nicht gerne Suchmaschinenergebnisse mit den gleichen Inhalten präsentiert. Mit der Website http://copyscape.com kann prüfen ob es den Inhalt einer bestimmten URL bereits gibt.
URL: Internetadresse
Content: Inhalte, vor allem Texte

Vorrausgeschickt

Gut ist:

  • Viele Backlinks und starke Backlinks mit Linktexten, welche meine Wunsch-Suchbegriffe enthalten.
  • Aktuelle neue Nachrichten
  • Dauernd neue Backlinks vor allem von Web 2.0 Seiten, da alte Links mit der Zeit an Wert verlieren (Achtung diese Aussage ist in SEO-Kreise umstritten!)

Schlecht ist:

  • Linkverkauf
  • Partner-Link-Tauschbörsen
  • Duplicate Content
  • Unseriöse Optimierung (versteckter Text, Brückenseiten usw.)
  • Wenn sich die eigene Linkstruktur ändert bzw. wenn sich die URL von gut positionierten Seiten ändert.

Mögliche Vorgangsweise zur Suchmaschinenoptimierung

  • Texter einstellen, welcher Kopieren/Einfügen nicht beherrscht und nicht abschreiben kannn und Content, Content, Content produzieren lassen
  • Bereits bestehende Seiten optimieren indem die Tipps aus Seite … angewendet werden
  • Neue Seiten zu den Wunsch-Suchbegriffen bzw. zu den Wunsch-Wortkombinationen erzeugen.

Google Funktionen

site:www.meineinternetadresse.tld
Listet alle Internetseiten, welche Google unter www.meineinternetadresse.tld indiziert hat auf. Damit kann überprüft werden wie Internetseiten meines Internetprojektes im Google Index aufgenommen wurden. Mit site:www.meineinternetadresse.tld Suchbegriff kann ermittel werden in welchen meiner Internetseiten der Suchbegriff vorkommt.

link:www.meineinternetadresse.tld
Zeigt welche Websites auf meine Website verlinken

cache:www.meineinternetadresse.tld
Zeigt ob die Website im Google Index vorhanden ist, wann sie das letzte mal vom Google Spider besucht wurde und wie Google die Website sieht.

Wie wird ein Link mittel HTML erzeugt

Beispiel:

<a href="http://www.tramin.com/" mce_href="http://www.tramin.com/" target="_blank" title="Tourismsverein Tramin" rel="nofollow" >Tramin an der Weinstraße</a>

href=”http://www.tramin.com/”: ist die URL der Website zu der der Link führen soll. Dieses Attribut ist Pflicht!
target=”_blank”: wird benutzt um die Website in einem neuen Fenster zu öffnen. Dieses Attribut ist optional!
title=”Tourismusverein Tramin”: Quick-Info. Dieses Attribut ist optional!
rel=”nofollow”: weißt Google an für die verlinkte Website den Hyperlink nicht zur Berechnung des PageRank mit einfließen zu lassen. Kann man verwenden um Google mitzuteilen, dass man kein Linkverkäufer ist! Die verlinkte Website hat dadurch aber den Nachteil das für sie der Hyperlink keinen wichtigen Backlink darstellt! (Ich finde, dass man dieses Attribut nur einsetzten sollte wenn es einen trifftigen Grund gibt!) Dieses Attribut ist optional!

Suchmaschinenoptimierung in der Praxis

An dieser stelle den Artikel Tipps für die Suchmaschinenoptimierung – das Ziel: Googles Top 10 durcharbeiten!

Resümee Suchmaschinenoptimierung

  • Viele sinnvolle Inhalte erzeugen ohne zu kopieren und abzuschreiben!
  • Dauernd viele eingehende Links von themenverwandten Seite mit aussagekräftigen Linktexten organisieren.
  • Bei Web 2.0 Seiten wie z.B. Weblog, Foren, Gästebüchern, Portalen zu Veröffentlichung von Nachrichten, Portalen bei denen man Bookmark (Lesezeichen) ablegen kann, ecc. mitmachen, die sozialen Strukturen des Internets fördern: kommentieren, Forenbeiträge schreiben, öffentliche Bookmarks erstellen, Gästebücher ausfüllen also seine Spuren im Web 2.0 hinterlassen.
  • Sich von unseriöser Optimierung fernhalten.
  • Seiten nicht überoptimieren d.h. nicht einzelne Aspekte dieses Artikels bzw., des Artikels … übertreiben oder einzelne Aspekte anwenden ohne die Wechselbeziehung mit anderen Aspekten zu berücksichtigen (die Ausnahme bestätigt die Regel!).

Christkindlmarkt Bozen – Südtirol Weihnachtsmarkt

13. Dezember 2007

In den letzten Tagen wurde ausführlich darüber berichtet, dass die Südtiroler Weihnachtsmärkte eine immense Anziehungskraft vor allem auf den italienischen Gast ausstrahlen. Ein Großteil der Italiener kennt zumindest vom Namen her den Weihnachtsmarkt Südtirol. Viele waren bereits auf einem der zahlreichen Christkindlmärkte oder wollen zumindest in Zukunft einen besuchen. Begriffe wie meratino di natale, mercatino natalizio, mercantino di Bolzano werden zu gefragten Werbebegriffen über die sich der Werbetreibende Gedanken machen muss.

Auch im Internet werden diese Weihnachts-Begriffe gerne ausgeschlachtet. Ende Oktober hat die clevere Simone (Mitarbeiterin Tourismusverein Tramin) eine Seite über den Bozner Weihnachtsmarkt verfasst und im Internetportal des TV Tramin online gestellt. Prompt landete diese Seite mit der Wordkombination: Südtirol Weihnachtsmarkt auf Seite Nummer 1 in den Google Suchergebnisseiten. Bravo Simone!

Ich habe mich schon damals gefragt wie lange diese Seite die Position halten kann…

Nun Mitte Dezember ist natürlich bereits jeder fleißige Suchmaschinenoptimieren auf den Zug aufgesprungen. Sicherlich sind da auch die Medien, welche ausführlich über den Bekanntheitsgrad der Weihnachtsmärkte in Südtirol bei den Italienern berichtet haben, nicht ganz unschuldig. Die Traminer Seite Bozner Christkindlmarkt wurde verdrängt.

Richtig so! So soll es sein! Wenn es neuere und somit aktuellere Informationen gibt, dann möchte ich als Suchender diese auch präsentiert bekommen und wenn sich das Angebot an Südtirol Weihnachtsmarkt-Seiten innerhalb eines Monats ändert, dann will ich die Änderung auch als Suchender miterleben.

Das Beispiel mit der Website Bozen Christkindlmarkt im Internetportal von Tramin zeigt wie die in SEO-Kreisen viel diskutierte, seit Sommer 2007, sich ändernde Google Strategie wirkt. Websites mit aktuellen Informationen haben nun die Chance trotz Pagerank 0 und trotz starken etablierten Mitbewerbern auf den ersten Plätzen zu landen. Es gelangt endlich Dynamik in den Google Index, er ändert sich schneller und öfters.

Linkverkauf verboten (Zwischenfrage: ist eigentlich nicht jedes Tourismusportal ein Linkverkäufer?), Link-Tauschbörsen unerwünscht, Black Hat SEO wird bestraft, Backlinks aus der Web 1.0 Zeit verlieren an Wert, aber für neue Artikel über topaktuellen Themen wird der Seo belohnt, Backlinks sind immer noch gut, bevorzugt werden solche vom Web 2.0, das sind nur einige meiner persönliche Erkenntnisse zum Thema.

Tipp: bloggen, kommentieren, „yiggen“, „wongen“, bookmarken, sich an sozialen Netzwerken, Foren und Communitys beteiligen, im Web 2.0 aktiv sein zahlt sich zur Zeit ordentlich aus!

Südtirol Weihnachtsmarkt - Informationen

Wer auf dieser Seite aktuelle Informationen zum Thema Südtiroler Weihnachtsmärkte erwartet hat, denn will ich nun auch mit zwei interessanten Seiten befriedigen. Informationen zum Bozner Christkindmarkt 2007 und offene Betriebe mit Ferienwohnungen oder Zimmer in Tramin finden Sie auf der unter der Traminer Seite Christkindlmarkt in Bozen - Südtirol - Weihnachtsmarkt. Informationen zu weiteren Weihnachtsmärkten gibt es im Internetportal Südtirol Hotel Tipp unter die 5 orginalen Südtiroler Weihnachtsmärkte.

Ich wünsche dem fleißigen Leser noch eine stressfreie Weihnachtszeit!

Integration digitales Wandernetz Südtirol in eigene Website

9. Dezember 2007

Harald Ladurner berichtet in dem Blog http://trekking-suedtirol.blogspot.com das man nun das digitale Wandernetz Südtirol in die eigene Website mittels iframe einbauen kann.  Die Integration ist aus meiner Sicht sehr einfach:

  1. Ich navigiere zu http://trekking.suedtirol.info und klicke ganz unten links auf Anmelden und melde mich an bzw. registriere mich neu.
  2. Dadurch erhalte ich einerseits Zugang zum Administrationsbereich des digitalen Wandernetzes Südtirols und kann anderseits auch selbst geplante Wandertouren abspeichern.
  3. Nun kehre ich zurück zur Hauptseite (ganz unten neben Abmelden. Die Position der Navigationselemente ist schon etwas ungewohnt ;-) )
  4. Nun plane ich eine neue Wandertour, indem ich verschiedene Tourenpunkte setze (Menüpunkt: Tourenpunkt setzen)
  5. Die geplante Tour speichere ich mit dem Menüpunkt: Meine Touren ab. Es öffnet sich ein Popup-Fenster in welchem ich der Tour einen  Titel und eine Wanderbeschreibung zuweisen kann. Ein Klick auf die Schaltfläche: Tour speichern speichert die Wandertour ab und zeigt mir die für die Integration wichtige Tour ID (siehe Spalte Tour). Diese ID notiere ich mir für die spätere Nutzung.
    Wegenetz Südtirol - Meine Touren abspeichern
    Ups, ich habe mich vertippt. Bei “Katelazpromenade” fehlt das s. Schade, leider kann man die bereits gespeicherte Tour nicht editieren. Ich müsste die Wandertour löschen und neu speichern. Dies ist bei Touren die bereits in einer Website integriert wurden nicht ganz unproblematisch ist, da sich bei einer erneuten Speicherung die Tour ID ändert und somit der Quelltext der eigenen Website in der man die Tour integriert hat aktualisiert werden muss.
  6. So nun möchte ich in den Administrationsbereich zurück kehren. Leider fehlt ein entsprechender Link. Hmm -  aha nach einer gründlichen Suche, habe ich eine Möglichkeit gefunden:  ein Klick auf Abmelden (ganz unten links) befördert zwei Schaltflächen Abmelden und Administration zu Tage. Ich wähle Administration.
  7. Im Administrationsbereich kann ich unter dem Menüpunkt: Eigene (diesmal oben links) verschiedene Menüpunkte aufrufen. Unter Touren kann ich von einigen vordefinierten Touren die Tour ID (siehe Spalte Tour ID) notieren. Ich hatte mir aber bereits die Tour ID meiner eigenen benutzerdefinierten Tour (siehe Punkt 5) notiert.
  8. Ich rufe nun das Untermenü: Benutzerdaten auf, wo ich eine andere ID und zwar die ID zur Einbindung der Karte in andere Seiten sehen kann. Ich habe nun zwei ID’s:
    1. Tour_ID (diese ID kennzeichnet eindeutig meine gespeicherte benutzerdefinierte Tour
    2. ID_zur_Einbindung_der_Karte (diese ID ist mit meinem registrierten Benutzernamen gekoppelt)
  9. Nun kann ich im Untermenü: Karte einbinden genau nachlesen wie die Karte eingebunden werden muss. Hier gibt es jeweils ein Beispiel für die Einbindung der ganzen Südtirol-Karte, eines individuellen Ausschnittes der Südtirol-Karte, einer vordefinierten Wander-Tour und auch einer selbst gespeicherten (benutzerdefinierten) Tour. Ich kopieren das Codeschnipsel für die benutzerdefinierte Tour. Dieses schaut wie folgt aus:
  10. Quick Code

    <iframe height="450" scrolling="no" width="100%" frameBorder="0" marginHeight="0" marginWidth="0" name="trekking_atlas" src="http://www.trekking.suedtirol.info/extern/atlas.php?id=ID_zur_Einbindung_der_Karte&lang=de&myTourId=Tour_ID"></iframe>

    wobei die Zeichenfolgen ID_zur_Einbindung_der_Karte und Tour_ID mit den zuvor notierten Id’s (siehe Punkt 8) ersetzt werden müssen. Dieses Codeschnipsel muss im Quelltext meiner eigenen Website eingefügt werden. Fertig. Das Ergebnis schaut nun wie folgt aus:

Spaziergang Dorfzentrum Tramin - Kirchensteig - Kastelaz Promenade - Weinhügel Kastelaz - Dorfzentrum Tramin

Ich finde die Integration recht einfach. Die Wechsel zwischen Administrationsbereich und Hauptseite ist sicherlich verbesserungswürdig aber die Integration mittels iframe ist auch für Hobby-Website-Bastler leicht zu schaffen. Bleibt noch zu hoffen, dass der Server des digitalen Wandernetzes Südtirols bei entsprechender Ansturm der Belastung auch standhalten wird. Wir werden sehen…

Zufrieden mit dem meinem Werk treibt mich die Neugierde noch weitere Informationen zu meiner benutzerdefinierten Tour einzubinden. Ich möchte die Informationen zur Wandertour mittels Popup-Fenster mit integrieren. Auch dafür hält der Administrationsbereich ein Codeschnipsel bereits: 
Quick Code

<a href="#" mce_href="#" onclick="Info=window.open('http://www.trekking.suedtirol.info/extern/tourinfo.php?id=ID_zur_Einbindung_der_Karte&lang=de&tourId=Tour_ID', '','toolbar=0,location=0,directories=0,status=0,menubar=0, scrollbars=0, resizable=0,width=650, height=600, left=20,top=20'); return false;">Tourinformationen</a>

wobei wiederum die Zeichenfolgen ID_zur_Einbindung_der_Karte und Tour_ID mit den zuvor notierten Id’s (siehe Punkt 8) ersetzt werden müssen. Auch dieses Codeschnipsel muss im Quelltext meiner Website eingefügt werden.

Das Ergebnis:

Informationen zur Wandertour Tramin Kirchensteig Kastelaz

Leider scheint das nicht so recht zu klappen. Das Popup-Fenster öffnet sich zwar aber die Informationen zu meiner benutzerdefinierten Wandertour sind nicht sichtbar. Schade. Mit einer vordefinierten Wandertour klappt es wunderbar (Tour ID ersetzen) aber mit meiner eigenen benutzerdefinierten Tour will es nicht so recht. Hmm - leider ich muss die Lösung des Problems mal schuldig bleiben….

Außerdem kommt bald der Wunsch auf, das Popup-Fenster direkt aus der integrierten Wanderkarte heraus öffnen zu können und eventuell den einen oder anderen Marker mit Zusatzinformationen zu verlinken. Das wird dann wohl mit der iframe-Technik nicht möglich sein. Mal schauen ob die API des digitalen Wandernetz Südtirol in Zukunft noch ausgebaut wird…

Inzwischen bin ich aber schon mal sehr zufrieden mit der Möglichkeit die Südtirol-Karte mit einer eigenen Wandertour integrieren zu können.

Spaziergang vom Weindorf Tramin zur St. Jakob Kirche und um den Weinhügel Kastelaz

4. November 2007

Schon seit einigen Wochen haben wir uns schweren Herzens vom Sommer verabschiedet. Da wir ziemlich kälteempfindlich sind und vor allem die beste Freundin von allen ständig unter akuten Schüttelfrostanfällen leidet ;-) können wir nicht mehr auf die Berge steigen. Auf einen Sonntagsspaziergang wollen wir natürlich nicht verzichten und beschließen darum uns die Füße im einem der malerischen Dörfer Südtirols zu vertreten. Das Weindorf Tramin ist heute das Dorf unserer Wahl.

Spaziergang Tramin - St. Jakob - Weinhügel Kastelaz

Spaziergang im digitalen Wandernetz Südtirols

Wir stellen das Auto am Parkplatz vor der Mittelschule Tramin ab. (So ganz stimmt das eigentlich nicht, da wir direkt vor unserer Haustür – natürlich ohne Auto - starten, aber für den interessierten Spaziergänger ist es sicherlich günstiger, wenn wir diesen Spaziergang aus der Sicht eines Nicht-Traminers beschreiben.)

Wir beginnen also unseren Spaziergang im Dorfkern von Tramin. Am Hauptplatz finden wir 3 Cafes bzw. Bars: die Goldene Traube, Zum Löwen, s Platz’l. Einem guten Schluck Gewürztraminer steht also nichts im Wege, das gehört in Tramin schon fast zu einem Muss ;-) . Der goldene Weiße hat gemundet, wir verlassen die Bar unserer Wahl und spazieren in Richtung Norden vorbei an der Traminer Pfarrkirche in die enge malerische Gasse “Hans-Feur-Straße”, die nach “Hans Feur’” einem der Baumeister des Traminer Pfarrturms – übrigens der höchst gemauerte Turm Südtirols –benannt wurde.

Es dauert nicht lang bis wird das Cafe Obermaier, wo der Weinliebhaber (natürlich nicht nur der Weinliebhaber) wieder einkehren kann. Links genau gegenüber sehen wir schon den Einstieg in die  St. Julitta Gasse, welche uns über gepflasterte Treppen hoch bis zum Einstieg in den neuen Kirchensteig bringt. Der Kirchensteig wiederrum bringt uns – wie könnte es anders sein - hoch bis zum Kirchlein St. Jakob auf Kastelaz (so nennen wir Traminer den Weinhügel oberhalb des Dorfes). Vor dem Kirchlein bietet sich uns ein herrlicher Ausblick auf Tramin und den südlichen Teil des Südtiroler Unterlands inklusive Kalterer See.

Das St. Jakob Kirchlein darf und soll besucht werden:

Öffnungszeiten:

  • vom 3. März bis zum 15. November
  • von Montag bis Samstag jeweils von
  • 10:00 bis 12:00 Uhr und von 15:00 bis 18:00 Uhr

Im Inneren des Kirchleins gibt es Interessantes zu entdecken: sogenannte “Bestiarien“, Fabelwesen halb Mensch halb Tier ,verzieren die Apsis des linken Kirchenschiffes.

Fresken in der Kirche St. Jakob auf Kastelaz

Geschichte der St. Jakob Kirche:

Die Grundmauern des Gebäudes gehen wahrscheinlich auf einen römischen Tempel einem Isistempel zurück. Genauer dokumentiert ist folgendes: Im Jahre 1214 errichteten die Traminer Bauern auf dem Hügel oberhalb von Tramin eine eigene Wehrburg um sich und ihren Wein vor den damals weit verbreiteten Raubrittern zu schützten. Sie erhielten dafür die Genehmigung vom Fürstbischof höchspersönlich. Dies war in der damaligen Zeit sehr ungewöhnlich und dem Fürst von Tirol ein Dorn im Auge. Im 13. Jahrhundert wurde die Wehrburg vom Fürsten von Tirol zerstört. Auf den Ruinen dieser Wehrburg entstand die St. Jakob Kirche, die Jahr 1441 n. Chr. mit verschiedenen gotischen Fresken, unter denen sich auch heidnische Motive - “Bestiarien“, kämpfenden Mischwesen halb Mensch halb Tier – befinden, bemalt wurde.

Wir verlassen staunend das St. Jakob Kirchlein gehen vorbei am Kastelaz-Keller (hat leider von Allerheiligen bis Ostern geschlossen), biegen an der Kreuzung zur Schneckentaler Straße rechts und folgen dem Straßenverlauf bis wir zu unserer Rechten den Einstieg zur Kastelaz Promenade sehen. Schnell noch ein Blick zu unserer Rechten auf den Kalterer See der in 5 km Entfernung uns an den Sommer erinnern lässt und weiter geht es links hoch die Kastelazpromenade rückwärts gehend. Rückwärts, weil dieser Wegepunkt das Ende eines Kreuzganges ist, was uns eindrucksvoll durch eine Minikapelle mit der 14.ten Station des Kreuzganges angekündigt wird. Nach wenigen Höhenmetern (circa 20 m) spazieren wir durch einen Wald den Kreuzweg entlang in Richtung Trimm-dich-Pfad und Forstweg Tramin-Kurtatsch. Am Beginn des Forstweg können wir den Kreuzweg entlang bis zum Sankt Annaheim, dem Altenheim Tramins, absteigen.

Kastelaz Promenade
Hier ginge es die Kastelaz Promenade hinunter

Ich hätte zwar viel lieber direkt den Weinhügel Kastelaz durchquert, aber leider führt uns unser Weg rechts am Weinberg Kastelaz (Privatgrund) vorbei.  Durch den Laubwald spazieren wir abwärts bis zum Sankt Annaheim, von wo wir den wunderschönen mit Zypressen durchzogenen Weinberg nochmals bewundern können.

Kastelaz Wein-Hügel
Der Kastelaz Hügel vom Trimm-dich-Pfad aus fotografiert

Hier zwei 360° Fotos von Tramin und dem Weinberg Kastelaz (ein Klick auf eines der Bilder führt Sie auf die Website von Tramin, von wo Sie das 360° Foto abspielen können):

360° Tramin Kastelaz Foto 1

360° Tramin Kastelaz Foto 2

Vorbei am St. Anna Altenheim geht es nun auf der Schneckentaler-Straße in Richtung Betlehem. So heißt der historische Ortsteil von Tramin. Vermutlich hat dort in früherer Zeit eine Frau in einem Stall ein Kind geboren. Es zahlt sich aus die Höfe und Gassen von Betlehem genauer zu inspizieren. Es reiht sich da ein interessanter Ansitz neben dem anderen. Auf der Website von Tramin gibt es eine Rubrik Ortsbesichtigung Tramin, da werden Sie fündig, wenn Sie Näheres zum einen oder anderen Ansitz wissen wollen.

So nun sind es nur noch wenige Meter bis zum Hauptplatz von Tramin und somit bis zu unserem Ausgangspunkt.

Wir hoffen dieser Rundgang hat ihnen sowohl aus kultureller Sicht (Fresken im St. Jakob Kirchlein) als auch aus der Sicht des Spaziergängers und Landschaftsbewunderers gefallen und würden uns freuen, wenn wir Sie zu einem Spaziergang durch und um Tramin animiert haben.

Wenn Sie Ihren Urlaub in Tramin oder im Südtiroler Unterland planen, haben wir hier für Sie einige interessante Links zu Internetportalen mit Beherbergungsbetrieben:

Viel Spaß in Tramin wünschen Ihnen die Autoren:

Die beste Freundin von allen & der Autor

Fotos und Eindrücke:

Letzte Station Kreuzgang KastelazAusblick vom Kirchensteig im FrühlingFresken mit Bestiarien in der Kirche St. JakobFresken in der Kirche St. JakobFresken in der Kirche St. JakobFresken mit Bestiarien in der Kirche St. JakobHans-Feuer-Straße TraminSt. Jakob Kirchlein im FrühjahrTraminer PfarrkircheKirchensteigTraminer PfarrturmFesken in St. JakobFesken in St. JakobPfarrkircheFesken in St. JakobFesken in St. JakobSt. Jakob Kirche im WinterSt. Jakob Kirche im FrühjahrSt. Jakob Kirche im WinterWeinhügel Kastelaz

Castelfeder - ein Sonntagsspaziergang im Südtiroler Unterland

1. November 2007

Kastelfeder – nein Castelfeder (von castello = Burg in Italiensich) zwischen Auer und Montan ist ein ganz besonderer Ort. Der sonnige Porphyr-Hügel besticht durch seine interessante Vegetation und durch ein Biotop der ganz anderen Art.

Spaziergang Castelfeder

Normalerweise ist man in Südtirol Wälder, Obstwiesen, Weinberge oder saftige Wiesen, auf denen sich Kühe tummeln, gewohnt. Nicht so auf Castelfeder: vom üppigen Wald keine Spur, vereinzelt stehende urige Eichen malen das landschaftliche Bild Castelfeders. Der karge Boden bietet nur den “Kühen für arme Bauern” - den Ziegen - ausreichent Nahrung.

Castelfeder im Südtiroler Unterland

Genau dieses landschaftliche Highlight macht gepaart mit der herrlichen Aussicht ins Südtiroler Unterland diesen Sonntags-Spaziergang so erlebnisreich.

So wagen die beste Freundin von allen und der Unterfertige den Sprung auf die andere Seite der Etsch ;-) . Geparkt wird direkt an der Montanerstraße zwischen Auer und Montan. Hier beginnt der Naturerlebnisweg Biotop Castelfeder, dessen Wegrand interessante lesenswerte Informationstafel säumen.

Vorbei an kleinen Tümpeln steigen wir einen teilweise mit Steinen gepflasterten Weg zur alten Siedlung Castelfeder empor. Jetzt im Herbst kann man das Farbespiel zwischen den gelben Eichenblättern und der blauen Himmel bewundern.

Eicheln auf Castelfeder im Südtiroler Unterland

Nach circa 20 min erreichen wir den höchsten Punkt des Castelfeder-Hügels. Uns bietet sich eine tolle Aussicht auf das die Ferienregion Südtiroler Unterland: vor uns schlängelt sich ein blauer Wurm gegen Süden – nein Spaß bei Seite, kein Wurm sondern ein Fluss und zwar die Etsch, welche Ihr Wasser Richtung Salurn transportiert. Unter uns noch auf dieser linken Seite der Etsch breitet sich die Marktgemeinde Neumarkt aus. Auf der anderen Seite der Etsch hinter den Unterlandler Obstwiesen liegt das malerische Weindorf Tramin mit seinem auch von Castelfeder gut sichtbaren imposanten Kirchturm (der höchste von Südtirol übrigens ;-) ).

360° Panoramafoto Castelfeder

Direkt am Hügel gibt es viel zu entdecken. Die Reste einer alten Siedlung, die bereits vor den Römern bestand, sind sichtbar: Teile der Befestigungsmauern und Teile einer Kapelle.

Zur Geschichte von Castelfeders:

Castelfeder ist eine uralte Siedlung deren früheste Zeugnisse bis in das 2. Jahrhundert v. Chr. reichen. Stämme aus der Stein- und Bronzezeit, Räter, Römer, Rätoromanen, Ostgoten, Langobarden, Franken und Bajuwaren haben sich ebenso hier niedergelassen wie mittelalterliche Adelsgeschlechter und Ritter.

Heute sind vor allem Teile der Ringmauer die ursprünglich als Wehrmauer gedacht war erhalten und Teile der Barbarakapelle, welche aufs 6. Jahrhundert datiert wird.

Wir beschließen auf der Südwestseite des Hügels einige Sonnenstrahlen einzufangen. Vor uns ein Schild mit der Innschrift: Fruchtbarkeitsrutsche! Wie, was? Was soll das bedeuten? Eine genauere Inspektion des bezeichneten Felsen bringt des Rätsels Lösung zu Tage. Eine Rutsche im Fels, selbstverständlich seeehr abgenutzt ;-) !

Ein kurzer Blick nach links zur besten Freundin von allen – und ich weiß schon – brauche erst gar nicht zu Fragen. Die beste Freundin von allen will auf keinen Fall die Fruchtbarkeitsrutsche testen, zumindest noch nicht… Ok, akzeptiert, überlassen wir das mal den Damen, welche sich nach Nachwuchs sehen. Wir wollen die Rutsche ja nicht übermäßig nur so zum Spaß abnutzen und Ihre Funktion für jene die sie wirklich brauchen gefährden ;-) .

Ok, das war’s wir müssen unsern Spaziergang am Sonntag der eigentlich gar kein Sonntagsspaziergang ist sondern ein Allerheiligen-Spaziergang abbrechen. Am Nachmittag haben wir nämlich beide einen Termin auf dem Friedhof…

Dem fleißigen Leser, der bis hier vorgedrungen ist können wir nur raten: Castelfeder ist auf jeden Fall einen Spaziergang wert und zwar zu jeder Jahreszeit auch wenn es im Herbst ganz besonders schön ist. Der interessierte Besucher wird eine ruhige karge Landschaft mit urigen Eichen vorfinden, die herrliche Aussicht ins immer sonnige Südtiroler Unterland genießen können.

Sie sind noch nicht überzeugt? Ich hätte da noch einen weiteren Grund für den Besuch von Castelfeder anzubieten – die Fruchtbarkeitsrutsche:

Fruchtbarkeitsrutsche auf Castelfeder

Fotos Castelfeder:

Castelfeder über AuerCastelfeder über AuerCastelfeder über AuerCastelfeder über AuerCastelfeder über AuerCastelfeder über AuerCastelfeder über AuerCastelfeder: ausblick auf Südtiroler UnterlandNaturpark CastelfederSüdtiroler UnterlandSüdtiroler UnterlandSüdtiroler Unterland

Weinlehrpfad in Kurtatsch - Südtirol Süden

21. Oktober 2007

Ganz im Süden Südtirols – nein nicht ganz im Süden aber fast auf jeden Fall noch weiter im Süden als Tramin - liegt Kurtatsch, das Heimatdorf der besten Freundin von allen. Und was kann das Weindorf Kurtatsch so bieten? Weinberge so weit das Auge reicht eine tolle Aussicht und – einen Weinlehrpfad!

Weinlehrpfad Kurtatsch KML-Datei

Wie der Name schon sagt soll uns der Pfad was lehren. Da sind wir aber ganz gespannt!

Wir starten auf der Weinstraße, bei der Kreuzung welche ins Dorfzentrum von Kurtatsch führt. Etwas oberhalb dieser Kreuzung biegen wir links in die Angela-Nikolletti-Straße ab und folgen dem Straßenverlauf. Es dauert nicht lange uns das erste Schild den Weinlehrpfad ankündigt. Bald geht es rechts auf einem Schotterweg in die Weinberge rein. Die Lehre kann beginnen. Der Weg ist ziemlich furchig und darum leider nicht für Kinderwagen & Co geeignet aber Bergschuhe sind nicht unbedingt Pflicht. Wir spazieren also durch die Weinberge. Wo bleibt die Lehre? Aha, die erste Informationstafel schaut uns schon entgegen! Ja, schön Informationen rund um die Rebe, den Wein, die Weinproduktion, das Weinbaugebiet. Nett, informativ.

Weinlehrpfad Kurtatsch - Südtirol Süden

Mal schauen was die nächste Informationstafel lehrt. Da vorne steht sie schon, aber nein, ich habe mich getäuscht, keine Informationstafel sondern “nur” eine kleine lustige Amphore die an einer Kette baumelnd den interessierten Wein-Wanderer sehr neugierig macht. Verschlossen ist das tonerne Gefäß mit einem Korken. Die Spannung steigt! Der Unterfertigte kann’s natürlich nicht unterlassen, der Korken muss runter, was wird da wohl drinn sein? – Leer ist sie, gar nix ist da drin… aber - ein starker wohlduftenter Geruch steigt aus der Amphore empor! Jetzt klingelt’s: ein Ratespiel: wer “erriecht” den Duft? Toll, das ist schon mal was anderes als die von unzähligen anderen Wanderungen bekannten Informationstafeln! Die Auflösung wird natürlich auch geliefert. Diese hängt an einer weiteren Kette und versteckt sich in einem Faltblatt, damit man erst mal riechen und raten kann. Das gefällt mir – auch wenn es mit dem erriechen des Duftes nicht so recht klappen will ;-) .

Interessante Wanderung: schauen, riechen, sich informieren. Ein Erlebnis für die Sinne und Stoff für die Gedächtniszellen! Was fehlt da noch? Das schmecken natürlich! Ein fertiger Tropfen muss her, aber von woher? Volle Wein-Flaschen taumeln leider nicht an den Ketten. Gut man könnte natürlich von der einen oder anderen bei der Weinlese vergessenen Traube naschen aber ich hätte trotzdem lieber einen Schluck fertig produzierten Wein.

Die beste Freundin von allen kann mich beruhigen: am Ende des Weinlehrpfad in der Fraktion Entiklar, liegt das Weingut und die Einkehrmöglichkeit Tiefenbrunner. Da gibt es gut herrliche Tropfen. Ich bin beruhigt und wir gehen weiter.

Angekommen in Entiklar folgt das böse Erwachen: Castel Turmhof, so nennt sich die Einkehrmöglichkeit des Weingutes Tiefenbrunner hat am Sonntag geschlossen :-( . Schade, mir bleibt nichts anderes übrig als einen kurzen Blick hinter die geschlossene Schranke des Weingutes Tiefenbrunner zu werfen und traurig abzumarschieren. Wer weiß für was es gut ist.

Da die beste Freundin von allen nicht den gleichen Rückweg nehmen will, beschließen wir durch die Talsohle durchquerend den Weinlehrpfad zu einer Rundwanderung zu verlängern.

Wir verlassen also Entiklar in östlicher Richtung. Zufällig machen wir einen Blick nach rechts und trauen unseren Augen nicht: ein echter Vogel Strauß. Da hat jemand ein Stück Weinberg eingezäunt und hält sich tatsächlich einen afrikanischen Riesenvogel. Man kann also im Süden Südtirols auch Exotisches entdecken.

Nun überqueren wir die Weinstraße und folgen anschließend links einbiegend der Beschilderung Breitenbach bis wir die Handwerkerzone von Kurtatsch erreichen. Ein interessanter Rückweg: Von der Talsohle hat man eine gute Aussicht nach oben zu den Weinbergen durch die der Weinlehrpfad führt hat.

Wir überqueren die Handwerkerzone, biegen zuerst rechts und dann links ab und gehen 100 m entlang der Straße bis wir zu unserer Linken ein Schild mit der Beschriftung Millastiege sehen. Genau da wollen wir hin. Die Millastiege bringt uns nämlich von der Talsohle wieder hoch nach Kurtatsch.

Wir biegen also links in die Obstwiesen ein und folgen dem Weg. Ein Blick nach links lässt uns wieder verwundern. Denken Sie mal an die Damen, die vor den Skihütten in Liegestühlen mit einer Alu-Spiegelhalskrause ihre Haut in Leder umzuwandeln versuchen. Genau das gleiche bietet der innovative Kurtatscher Bauern seinen Äpfeln. Obstwiesen werden mit weißem reflektierendem Stoff ausgelegt, sodass dieser so viel Sonnenstrahlen wie möglich zu den Äpfeln hoch reflektiert. Kurios, wir kommen aus dem Staunen nicht mehr raus und denken schon an die nächste Diskussion zwischen Bauern und Touristikern (man erinnere sich an die Hagelnetzdiskussion).

Jetzt gehen wir links an einem alleinstehenden Haus vorbei und erreichen kurz darauf die Millastiege. Über Betontreppen geht es hoch. Neben einen kleinen Bach, der sogar ein zwei Miniwasserfälle bieten kann, eine überdachte hölzerne Brücke passierend geht es hoch zur Weinstraße von Kurtatsch.

Zuerst muss die beste Freundin von allen aber die Martini-Trauben von ihrem Schicksal - den Erfrierungstod zu sterben - erlösen! Martini-Trauben sind keine Rebsorte sondern jene Trauben, welche zur Weinlese noch nicht reif waren und darum hängen gelassen wurden. Diese Trauben reifen erst zum Martini-Fest, darum Martini-Trauben. Die beste Freundin von allen behauptet die Martini-Trauben darf man nehmen, ich bin zwar nicht dieser Meinung aber das Schicksal nimmt seinen Lauf, die Martini-Weimer müssen daran glauben und wandern in unsere Mägen.

Nachdem wir uns den Bauch vollgeschlagen haben geht es noch 5 min weiter bis wir unseren Ausgangspunkt auf der Südtiroler Weinstraße erreichen.

Ich hoffe Sie haben nun auch Lust nach Kurtatsch zu gehen, den Weinlehrpfad zu erleben. Sie werden nicht enttäuscht sein: Aussicht genießen, sich über den Wein informieren, riechen, Exotisches (Vogel Strauß, Bräunungssystem für Äpfel) bestaunen, einfach ein tolles Erlebnis für Jung und Alt.

Weinlehrpfad KurtatschWeinlehrpfad KurtatschWeinlehrpfad KurtatschWeinlehrpfad KurtatschWeinlehrpfad KurtatschWeinlehrpfad KurtatschWeinlehrpfad KurtatschWeinlehrpfad KurtatschWeinlehrpfad KurtatschWeinlehrpfad Kurtatsch

Gewürztraminer und seine Verwandten an der Südtiroler Weinstraße

15. Oktober 2007

Die beste Freundin von allen kann es einfach nicht lassen! Keine Herbstwanderung ohne ständiges zupfen an einer Traube. Hier im Bild ist der Gewürztraminer an der Reihe. Im Hintergrund sieht man das Gewürztraminer Hochplateau, wie die Fraktion Söll und Umgebung von unserem Bürgermeister Werner Dissertori gerne genannt wird ;-) .

Gewuerztraminer in Tramin

Nun da die Wimmer und Wimmerinnen (Personen, welche die Weinlese ausführen) schon ganz fleißig waren und fast keine “Weimer” (Trauben) mehr zu finden sind, beschäftigt sich die beste Freundin von allen bei jeder Wanderung und jedem Spaziergang (zum Ärger des Unterfertigten) mit dem “Spiegeln” (Trauben suchen, welche beim Wimmen (Weinlese) vergessen wurden). Eigentlich dürfte man das ja erst nach dem Martini Fest (zumindest hat mir das mal jemand so gesagt), aber sie kann das Zupfen der süßen Trauben einfach nicht lassen.

Der Unterfertige möchte sich lieber mit dem Trinken des gepressten Saftes (Weines) beschäftigen, da aber das “Spiegeln” sooo viel Zeit beansprucht, fehlt sie dann für die Einkehr im nächsten Gasthaus

Interessante Links zum Thema Trauben und Rebsorten Südtirols:

Spaziergang rund um den Kalterer See im Süden von Südtirol

14. Oktober 2007

Heute möchte ich einen wunderschönen Spaziergang im Süden Südtirols beschreiben und zwar den Seerundwanderweg (Weg Nr. 3, Länge circa 7,5 km) rund um den Kalterer See, dem wärmsten See in den Alpen.

Seerundwanderweg Kalterer See KML-Datei

Die meisten Spaziergänger lassen Ihr Auto bei den großen Parkplätzen der Beherbergungsbetriebe des Kalterer Sees: Restaurant und Badestrand Gretl am See, Hotel und Badebetrieb Seegarten, öffentliches Lido Kaltern bzw. Restaurant Pizzeria Geier am Westufer stehen und beginnen dann Ihren Spaziergang in Richtung Norden. Die beste Freundin von allen möchte aber lieber am Südrand in Richtung Osten starten. Wir beschließen also unseren Sonntagsspaziergang im Süden zu beginnen und parken unser Auto mitten in den Obstwiesen. (Man möge uns verzeihen.)

Der Weg führt uns zuerst in Richtung Osten auf einer pfeifgeraden asphaltierten, für den Verkehr gesperrten Straße, entlang des Naturschutzgebietes und Biotops Kalter See in Richtung Mitterberg. Nach circa 300 m sehen wir zu unseren Rechten eine hölzerne Hütte auf Stelzen, eine Vogelaussichtswarte. Ideal für einen Blick auf das Biotop und das Naturschutzgebiet am Südrand des Kalterer Sees. Aha, vor mir Moorlandschaft, rechts St. Josef am See, im Norden Kaltern, links in der Höhe die Leuchtenburg alles da, fehlt nix ;-) .

seerundwanderweg-vogelwarte.jpg

Fast am Ende der geraden Straße gibt es ein besonderes Highlight. Hier kann man direkt über einen Steg durch das Moor, den sumpfigen Wald in das Biotop links hinein biegen und somit ein kleines Wegstück abkürzen. Ein Schild warnt: Betreten auf eigene Gefahr. Die beste Freundin von allen denkt: Das können wir schon riskieren :-) . Es zahlt sich auf jeden Fall aus das “gewaltige” Risiko auf sich zu nehmen; wann hat man schon die Gelegenheit durch einen echten Sumpf zu gehen ohne dabei nasse Füße zu bekommen? Hier drinnen gibt es zwei kleine Moorseen und sogar eine kleine Brücke. Hoch über uns thront, vor klarem blauen Himmel, die Leuchtenburg. Ein toller Spaziergang!

Nun gelangen wir auf die Ostufer-Straße des Kalterer Sees, die aber für den Verkehr gesperrt ist. Rechts davon gibt es einen eingezäunten Fußgängerweg und nach kurzer Zeit kann man sogar rechts in einen Steig der uns circa 15 m über der Straße entlang führt, einbiegen. Das ist auf jeden Fall zu empfehlen, da man so einen besseren Ausblick auf den Kalterer See hat. Wir haben Gegenlicht, die Sonne neigt über Tramin den Untergang zu aber Sie hat noch Kraft. Der Sonntag Spätnachmittag zeigt sich von seiner Schokoladenseite.

seerundwanderweg-ostufer.jpg

Ab uns zu kann man durch die Bäume südlich das Weindorf Tramin, gerade aus St. Josef am See und nördlich das Weindorf Kaltern sehen. Inmitten schimmert der Kalterer See in der Sonntagsnachmittagssonne, herrlich!

Wir erreichen nun Klughammer und das Parc Hotel am Kalterer See, ein 4 Sterne Hotel und dahinter das 3 Sterne Hotel Seehotel Ambach. Der Weg führt uns hinter diesen beiden Hotels herum. Wir schaffen es ein zwei Blicke in die Parkanlagen der Hotels zu erhaschen. Einkehren könnte man natürlich auch auf einen Kaffee oder ein Erfrischungsgetränk. Aber die beste Freundin von allen will weiter, die Sonne wird uns nicht mehr lange erhalten bleiben…

Nun führt uns der Weg durch Weinberge und Obstwiesen, auf einen eingezäunten und abends beleuchteten Fußgängerweg, unterhalb des Weingutes und Kellerei Manincor vorbei bis zum Restaurant Pizzeria Geier. Wieder eine Gelegenheit zum Einkehren, aber ein kurzer Abstecher auf den Steg neben dem Ruderboot-Verleih muss reichen. Hier präsentiert sich der Kalterer See recht idyllisch, zwar nicht so ruhig und landschaftlich intakt wie am Ostufer, dennoch idyllisch.

Dieses Bild wechselt abrupt nach den nächsten 100 m. Wir kommen am modernen Lido der Kalterer vorbei. Ich sag einfach mal ein “mords” Bauwerk (man verzeihe mir den Dialektausdruck). Weiter geht es auf einer kurzen, mediterranen Flair ausstrahlenden, Promenade hinter dem Hotel Seegarten vorbei bis zum Restaurant und Badestrand Gretl am See. Hier machen wir wieder einen kurzen Abstecher hinaus zum Seeufer. Während die beste Freundin von allen das Bekleidungsgeschäft Gretl am See (ja das ist sogar sonntags geöffnet) erkundet, genieße ich den Ausblick und schieße noch schnell ein zwei Fotos, das muss reichen. Inzwischen ist die Sonne untergegangen.

seerundwanderweg-seegarten.jpg

Nun spazieren wir auf einer verkehrsfreien, abends beleuchteten Seitenstraße bis zum Kirchlein St. Josef am See und queren hier die Weinstraße. Entlang der Weinstraße führt uns ein Gehsteig bis zur Campingkurve, wo uns eiserne Lettern auf einer imposanten Steinplatte das Ende von wein.kaltern mitteilen. Wir kürzen die Campingkurve auf einem Schotterweg ab und müssen anschließend wieder die Weinstraße queren um in die vor uns liegenden Obstwiesen einzubiegen. Die Apfel sind größtenteils bereits gepflückt, die “pinken Ladys” hängen aber noch ;-) . Die umsichtigen Bauern haben Sie mit Hagelnetze und Maschendrahtzaun regelrecht eingekerkert, was bei so einem vielbegangenen wunderschönen Seerundweg allzu verständlich ist!

Nach circa 2 Stunden Spaziergang erreichen wir unseren Ausgangspunkt und freuen uns auf einen Teller frischen Salat bei uns zu Haus im Mandlhof in Tramin am Kalterer See ;-) .

Weitere Fotos und Ausblicke zum Kalterer See finden Sie im Wandertipp: Zur Ruine Leuchtenburg oberhalb des Kalterer Sees und im Wandertipp: Von Tramin über die Rastenbachklamm nach Altenburg und zum Gummererhof.

Eine weitere Beschreibung zur Seerundwanderung des Kalterer Sees gibt es unter Wandern rund um Kaltern.

Biotop Kalterer SeeBiotop Kalterer SeeKalterer SeeKalterer SeeKalterer SeeKalterer SeeBiotop Kalterer SeeBiotop Kalterer SeeBiotop Kalterer SeeBiotop Kalterer SeeBiotop Kalterer SeeBiotop Kalterer See
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