Sonntag, 10. August 2008. Die beste Freundin von allen ist in Brixen, beim Angelusgebet mit dem Papst. Sie hat Ihre Mutter mitgenommen, ich durfte nicht mit… Was bleibt mir da anders übrig als eine der beiden besten Schwestern von allen zu schnappen und nach Aldein zum Wandern zu fahren. Da die Schwester bis 10.30 Uhr arbeiten muss, plane ich eine kurze und leichte Rundwanderung im Süden Südtirols. Keine lange Fahrzeit, Gehzeit kurz, fast keine Steigung ideal für eine Erholungswanderung nach dem Kraftakt von gestern.
Wir fahren also nach Aldein und parken unser Auto auf dem Parkplatz im Dorfzentrum 50 m unter der Kirche. Die Wanderung führt uns in Richtung Nordosten, links vorbei an der Kirche, dann leicht abwärts die Straße querend bis zum Weg Nr. 17B. Nach einer viertel Stunde wechseln wir vom Steig 17B zum Steig 17 der sich zwischen den Bäumen bis zum Göller See schlängelt.
Heute (09.08.2008) ist es soweit. Nach monatelanger geistiger Vorbereitung steht nun die Königstour eines jeden Traminers an: von Tramin über die Zoggler Wiese zur Schmiedebene, weiter über Kaltenbrunn zum Grenzleger (Edelrauthütte), dann vorbei an der Schweiglhütte und dem verbrennten Egg, weiter zum Schwarzkopf, hinüber zum Roen, hinter zur Alm Roen, hinüber zur Überetscher Hütte, Abstieg rund um den Göller-Spitz und dann über die „Weißen Riesen” zum Gummererhof und zurück nach Tramin.
Ein Gewaltmarsch der von trekking.suedtirol.info mit 9,5 Stunden und 1.900 Höhenmetern ausgewiesen wird, wobei die Höhenmeter stetig steil empor, zu bewältigen sind.
Heute am 03.08.2008 - mitten im Hochsommer - nehmen wir uns einen Dreitausender und zwar einen echten Gletscher vor. Ja ich weiß, das klingt extrem ist es aber in Wirklichkeit nicht. Das Hasenöhrl (Hasenohr) ist der östlichste Gletscher des Ortlergebietes. Es erhebt sich als ebenmäßige Pyramide, ist an der Ost- und Nordseite noch vergletschert und kann im Sommer über einen Grat ohne weiteres ohne Eispickel und ohne Kletterausrüstung bestiegen werden. Das soll nun aber nicht heißen, dass man mit Turnschuhe und ohne Schwindelfreiheit und Trittsicherheit die Bergtour wagen sollte!
Zufällig hat der Traminer Alpenverein genau am gleichen Tag zur gleichen Bergtour aufgerufen. Da ich aber weiß, dass da „echte bergtourenerfahrene Männer” dabei sind, deren Schritt nicht nur die beste Freundin von allen, sondern auch ich sicherlich nicht mithalten können, beschließen wir uns meiner Schwester mit ihrer Freundin anzuschließen. Beide „Mädels” sind recht oft im Hochgebirge unterwegs, legen aber für uns ein mithaltbares Schritt-Tempo vor.
Gestern bei der Planung der Tour standen wir vor der Qual der Wahl, ob wir vom Vinschgau aus von der Latscher Alm (1.714 m) oder von der Tarscher Alm (1.939 m) oder lieber vom Ultental aus und zwar von der Kuppelwieser Alm (1.970 m) starten sollen. Da wir uns von der Kuppelwieser Alm einige Höhenmeter ersparen ist die Entscheidung klar.
Die Schwester und der Bruder der besten Freundin von allen haben beschlossen eine Spaziergang samt „Anhang” von der Mendel zur Überetscher Hütte zu unternehmen. Wir schließen uns an und fahren mit dem Auto über Kaltern, der Mendelstraße folgend zum Mendelpass empor. Die Mendel befindet sich außerhalb der Grenzen Südtirols im Trientner Gebiet.
Früher und auch heute noch ist die Mendel ein beliebter Ferienort, wo vor allem Kalterer und Traminer ihre Sommerfrische verbringen. Die Kalterer haben sogar eine Standseilbahn, die Mendelbahn, gebaut um die Mendel auf dem direktesten Weg, in wenigen Minuten zu erreichen. Wir parken unser Auto im Golf, so nennt sich der Parkplatz an der Talstation des Sesselliftes, der im Winter die Skifahrer zum Startpunkt der einzigen Skipiste führt.
Wir beginnen unsere Wanderungen (im Vergleich zu den anderen Wanderungen kann man diese ruhig als Spaziergang bezeichnen) indem wir zur Cencinella-Hütte gehen, die der Paul (mein Nachbar in Tramin) führt. Von dort aus starten wir nun zu Sechst (die anderen Viere sind mit dem Auto bis vor Pauls Hütte gefahren) den Weg Nr. 500 entlang, an den Mendelhütten (hölzerne Ferienhütten der Kalterer und Traminer) vorbei, in Richtung Halbweghütte, Alm Roen (Malga di Romeno) und Überetscherhütte („Dscherba” in Dialekt oder „Rifugio Oltradige” in Italienisch).
Vor einiger Zeit habe ich einen tollen Wandertipp bekommen: vom Garner Wetterkreuz (Garn/Feldthurns) zum Radlsee und zum Königanger. Das soll eine schöne abwechslungsreiche Wanderung sein.
Die schönsten und tollsten Wanderungen findet man, meiner Meinung nach, indem man sich bei den Einheimischen erkundigt. Die besten Freundin von allen und ich haben darum den obigen Wandertipp am Samstag den 26.07.2008 in die Tat umgesetzt.
Dieses Mal fahren wir zu viert nach Feldthurns, biegen im Dorfzentrum rechts ab und fahren weiter bis zum kleinen Bergdorf Garn. Wir folgen der einzigen Straße bis zu deren Ende. Am Garner Wetterkreuz angelangt, können wir auf einem großen Parkplatz unser Auto abstellen.
Der Spaghetti und Knödel Blog hat eine Blogparade: “So isst Südtirol” ausgeschrieben. Da werde ich mich mal beteiligen und Einblicke in meine Essensgewohnheiten und auch die der besten Freundin von allen geben.
Ladies first - was isst die beste Freundin von allen?
Salat mit Tomaten
Salat mit Tomaten
Salat mit Tomaten
Müsli (ja genau Müsli ohne Jogurt)
Salat mit Tomaten
Glaubt Ihr nicht? Ist aber so *g*
Was esse ich?
Ratet mal was an erster Stelle steht…
Salat mit Tomaten (wie sollte es anders sein)
Brot mit Käse (Südtiroler Käse natürlich!)
Pasta (Spaghetti, Maccheroni, Penne, Rigatoni, Fussili usw.) meist mit - ratet mal - Tomatensauce. Ab und zu Spaghetti Carbonara (siehe Rezept weiter unten!)
Pizza (selbstgemacht von der besten Freundin von allem oder vom Restaurant und Pizzeria Schießstand Tramin -Schießstandweg 10, Tel 0471 860 310, große Terrasse mit Seeblick)
Knödel (Käseknödel, Spinatknödel, Speckknödel) meistens mit Parmesan (natürlich mit echtem Parmiciano!)
Polenta mit Gulasch
Omelett mit Speck und Käse
Apfelstrudel
Wenn ich mal besonders lieb gewesen bin, dann bekomme ich sogar ein Steak. Von Südtiroler Kühen brauche ich wahrscheinlich nicht mehr dazu sagen oder?
So mehr fällt mir nicht ein…
Hier noch das versprochene Rezept:
Spaghetti Carbonara
Spaghetti kochen, aber Achtung “al dente” müssen sie unbedingt sein.
Südtiroler Speck in kleinen Würfeln schneiden, in einer Pfanne mit etwas Südtiroler Butter anbraten.
Eigelb vom Eiweiß trennen, den Eidotter mit Pfeffer und Salz vermengen.
Nun die Spaghetti aus dem kochenden Wasser nehmen, durchsieben und in ein Teller schütten.
Angebraten Speck und das mit Salz und Pfeffer verrührte Eigelb drüber schütten, mit der Gabel die Spaghetti etwas unterrühren, fertig ist die beste Carbonara!
Und dass mir ja niemand Sahne reinschüttet!!! Sahne gehört aus der Küche verbannt!
Wer auch mal so was essen möchte der fährt einfach nach Südtirol in den Urlaub. Und wer genau das essen möchte, was er auf den beiden Bilder hier sieht, der wandere vom Mandlhof (Zimmer mit Frühstück) zum Gummererhof (Berggasthaus).
Heute (02. Juni) haben wir beschlossen den Ritten, das Berggebiet oberhalb Bozens zu erwandern. Wir fahren nach Klobenstein, dem Hauptort des Rittens und dann weiter nach Oberinn, einer kleines Fraktion auf circa 1.300 m, westlich von Klobenstein. Da wir relativ spät gestartet sind, es ist bereits 12.00 Uhr mittags, beschließen wir uns zuerst mit einem anständigen Mittagessen zu stärken und dann eine gemütliche Rund-Wanderungzu unternehmen.
Der Bauernhof Plörr ist zugleich ein gemütliches Berggasthaus, das etwas abseits von den überlaufenen Wanderwegen des Rittens recht ruhig gelegen ist und eine herrliche Aussicht auf den südlichen Dolomiten, vor allem auf den Schlern bietet.
Berggasthof Plörr Oberinn/Rittem
Wir werden von Herbert, dem Herrn des Hauses begrüßt, der nicht nur Wirt und Bauer, sondern auch ein fleißiger Bloggerist. Ja genau am Ritten wird gebloggt!
Heute hat mich jemand nach dem Rezept für den köstlichen Holundersaft bzw. Holundersirup gefragt. Super Frage! Hier die Antwort:
Rezept Holundersaft
Man (Frau) pflanze eine Holunderpflanze. Am besten neben dem Komposthaufen. Zumindest haben wir das so gemacht. Eigentlich ist unser Holunderbaum ganz von alleine neben dem Komposthaufen gesprossen. Wir haben ihn einfach nur gedeihen lassen.
Man (Frau) warte circa 2 bis 3 Jahre bis der Holunderbusch circa Ende Mai seien Blüten präsentiert. (Holundersträucher wachsen extrem schnell!)
Man (Frau) pflücke circa 25 große Holunderblüten.
Man (Frau) fülle 3 Liter frisches Südtirol Wasser in einen großen Behälter. (Wenn es komplett unmöglich ist, Südtirol Wasser zu besorgen, dann kann man (Frau) auch auf frisches Wasser einer anderen Bergregion ausweichen. )
Man (Frau) gebe die 25 Holunderblüten in den Topf mit dem frischen (Südtiroler-)Quellwasser, gebe 80 Gramm Zitronensäure dazu. Achtung die Zitronensäure darf nicht verdorben sein! Alles schon passiert! Am besten man (Frau) besorge die Zitronensäure in einer Apotheke!
Man (Frau) lege eine sauberes Tuch als Abdeckung über dem Topf mit dem Holunderblüten-Wasser Gemisch darüber und warte.
Nach circa 24 Stunden nehme man (Frau) ein sehr feines Sieb und trenne damit die Holunderblüten vom Holunderwasser.
Nun beginnt der strenge Teil der Arbeit. Mann (nicht Frau) rühre ständig das Holunderwasser, während Frau (nicht Mann) nach und nach sehr langsam mit dem Feingefühl einer Frau insgesamt 4 kg Zucker dazu schütte. Der Rührvorgang muss dabei ständig erfolgen bis die gesamten 4kg Zucker komplett im Holunderwasser aufgelöst sind.
Der Holundersirup ist nun fertig!
Lagerung des Holundersirups
Holundersirup in leere Falschen abfüllen und kühl und dunkel lagern. Am besten in einem Südtiroler Weinkeller ;-). Bei fachgemäßer Produktion sollte er circa ein Jahr haltbar sein. Das ist vor allem auf die Zitronensäure zurück zu führen.
Anwendung des Holundersirups
Man (Frau) nehme eine 1,5 Literflasche und gieße etwas Holundersirup etwas mehr als bodenbedeckend hinein.
Man (Frau) fülle frisches Südtiroler Quellwasser hinzu, bis die Flasche fast ganz voll ist.
Man (Frau) verschließe die Flasche und schüttle sie ein zwei Mal kräftig durch.
Man (Frau) packe die 1,5 Literflache köstlichen Holundersaft in einen Rucksack und begebe sich damit auf Wanderung, auf einen der zahlreichen Wanderwege Südtirols.
Wenn nun Mann oder Frau Durst haben, einfach Flasche öffnen und einen ordentlichen Schluck trinken! Das löscht den Durst und gibt gleichzeitig Kraft fürs Wandern.
Alles klar? Oder sollte ich noch einen Arbeitsschritt erklären?
Es freut mich, dass du den Weg zu diesem Wandern Südtirol-Weblog gefunden hast. Du findest hier vor allem Wanderberichte aus Südtirol und ab und zu auch Neuigkeiten rund ums Internet. Ich freue mich über jeden Kommentar!
Ich betreibe eine Internetagentur beschäftige mich professionell mit der Erstellung von Websites - von der Grafik über die Programmierung bis zur Online-Bewerbung. Außerdem betätige ich mich als freiberuflicher Trainer für EDV-Kurse.